Hannoveraner

Die körperlich sehr sportlich gebauten Hannoveraner Hengste überzeugen vor allem durch herausragende Dressur- und Springleistungen. 

Hannoveraner

Rasse:

Hannoveraner

Gruppe:

Warmblüter

Stockmaß:

160 - 185 cm

Exterieur:

rechteckiger Körper, kräftige Beine, edler Kopf mit großen Augen und langen Ohren, muskulöser Hals und schräge Schultern

Fellfarbe:

Fuchs, Rappe, Brauner, Schimmel

Charakter:

Unkompliziert, gutmütig, lernwillig und nervenstark

Gang:

anmutig und elegant, schwungvolle, raumgreifende Bewegungen

Ursprung:

Landgestüt Celle, Niedersachsen

Verbreitung:

weltweit

Geeignet für:

Springen, Dressur, Fahren


Pferde-Fakten

Schon gewusst? Aufgrund ihrer Turniererfolge können Hannoveraner Hengste, wie auch Stuten und Fohlen, ziemlich teuer sein. In Verden veranstaltet der Hannoveraner Verband einmal jährlich neben der bekannten Hannoveraner Hengstkörung auch eine große Auktion. Das teuerste Pferd, das dort jemals versteigert wurde, kostete ganze 2,1 Millionen Euro!


Top im Spring- und Dressurreiten: Hannoveraner.

Beliebte Sportskanonen

Die zahlenmäßig am stärksten vertretene Warmblutrasse in Europa sind Hannoveraner. Diese gut gebauten Reitpferde gelten als die erfolgreichsten Sportpferde weltweit in Dressur und Springen. Sowohl bei Weltmeisterschaften als auch Olympiaden stechen die Hannoveraner immer wieder durch ihre exzellenten Leistungen heraus. Daneben überzeugen sie mit ihrer Rittigkeit, ihren guten Grundgangarten und ihrem gutmütigen Charakter. Entstanden ist diese Rasse schon im 16. Jahrhundert. Die Bauern rund um Hannover züchteten diese Pferde für Landwirtschaft und Militär. 1735 gründete Georg II, König von Großbritannien und Irland aus dem Haus Hannover, das „Niedersächsische Landgestüt Celle“. In dem bis heute existierenden Gestüt wurde die erste zentrale Registrierung für die Zucht eingerichtet. Seit 1922 liegen die Zuchtbücher beim Hannoveraner Verband in Verden. Im Laufe der Zeit wurde das Hannoveraner Pferd durch die Einkreuzung von englischen Vollblütern und Trakehnern veredelt. Vor allem nach dem zweiten Weltkrieg wurden Pferde immer seltener als Arbeitstier gebraucht. So lag der Fokus immer mehr darauf, ein verlässliches Sport- und Freizeitpferd zu züchten.

Ihr freundlicher und umgänglicher Charakter ist bei Reitern sehr beliebt.

Nicht nur ein kräftiger Körper – auch ein starker Geist

Seine Sportlichkeit sieht man dem Hannoveraner auf den ersten Blick an. Sein Körper ist gut bemuskelt, der Rahmen rechteckig. Passend zur muskulösen Statur besitzen sie außergewöhlich kräftige Beine. Trotz der ausgeprägten Muskulatur haben diese Warmblüter meist einen trockenen, edlen Kopf mit langen Ohren und großen Nüstern. Besonders schön sind ihre offenen Augen und ihr freundlicher Blick. Pferde dieser Rasse können in der Größe stark variieren, Züchter streben hierbei ein Stockmaß von 1,65 Metern an. Hannoveraner gibt es grundsätzlich in allen Farben, allerdings sind vor allem Braune und Füchse häufig vertreten. Auch weiße Abzeichen sind bei dieser Rasse keine Seltenheit. Reiter freuen sich besonders über die eleganten, harmonischen Grundgangarten. Diese machen Hannoveraner nicht nur zu erfolgreichen Dressurpferden, sondern auch zu sehr rittigen Freizeitpferden. Außerdem sind diese Pferde wegen ihres umgänglichen und freundlichen Charakters bei Reitern sehr beliebt. Ihr ausgewogenes Temperament kam in einer Zeit zustande, in der die Pferde noch im Militärdienst Anwendung fanden. Als Militärpferd mussten sie nämlich ausgeglichen und unerschrocken sein. Diese Charakterzüge haben sie bis heute bewahrt. Noch dazu sind sie äußerst lernwillig, intelligent und leistungsbereit.

Zu den bekanntesten Hannoveranern zählt der Wallach Gigolo und der Hengst Goldfever. Mit Gigolo gewann Isabell Werth olympisches Gold in der Dressur. Goldfever ist ein sehr erfolgreiches Springpferd von Ludger Beerbaum, der inzwischen zur Zucht eingesetzt wird.

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