Barockpinto

Sie sind eine wahre Augenweide: Die meist gescheckten Barockpintos haben eine unglaubliche Wirkung auf ihre Gegenüber. 

Steckbrief Barockpinto

Rasse:

Barockpinto

Gruppe:

Warmblut

Stockmaß:

150 - 162 cm

Exterieur:

kräftiger, barocker Körperbau, breite Brust, kurzer Rücken und abgerundete Kruppe, edler Kopf auf gut bemuskeltem Hals, üppige Mähne, langer Schweif

Fellfarbe:

Overo- und Tobianoschecken

Charakter:

freundlich, lernbereit, ausgeglichen, zuverlässig

Gang:

hohe Knieaktion, ausdrucksstark, schwungvoll und elegant

Ursprung:

Niederlande

Verbreitung:

Westeuropa, Hauptzuchtgebiete sind Deutschland und die Niederlande

Geeignet für::

Dressur- und Showreiten, Freizeitreiten


Pferde-Fakten

Schon gewusst? Für die Zucht der Barockpintos werden heutzutage neben Friesen auch andere Barockpferderassen wie Lusitanos, Andalusier, Hispano-Araber oder Berber eingesetzt.


Das wichtigste Zuchtmerkmale ist die schwarz-weiße Bemalung des Barockpinto.

Aufsehenerregende Pintos

Barockpinto ist eine aus Friesland stammende, relativ junge Pferderasse. Durch die Kreuzung von Friesenstuten mit Alt-Gelderländer-Schecken in den 1950er Jahren entstand ein außergewöhnlicher Pferdetyp, der aufgrund seiner Schönheit auch außerhalb der Niederlande schnell viele Bewunderer fand. Stammvater der Barockpintos ist der Hengst Bonte Nico, der für seine auffällige Scheckung bekannt war. Das im Namen enthaltene Wort „pinto“ bedeutet auf Spanisch so viel wie „bemalt, gescheckt“ und bezieht sich auf das wichtigste Zuchtmerkmal der Rasse, nämlich die schwarz-weiße Zeichnung der schönen Pferde. Alle Pferde aus der Familie der Pintos müssen dabei besondere Anforderungen hinsichtlich der Fellzeichnung erfüllen, um als solche anerkannt zu werden. So muss ein Tier, sofern es nur eine einzige Stelle im Fell mit von der Grundfarbe abweichender Färbung hat, einen Fleck mit einer Größe von mindestens 500 cm² nachweisen können. Auch Pferde mit rein schwarzem Fell können in das Stammbuch aufgenommen werden. Hierfür müssen aber an mindestens zwei Stellen weiße Abzeichen mit einem Durchmesser von mindestens zehn Zentimetern zu erkennen sein.

Die schönen Schecken, die umgangssprachlich auch als „bunten Friesen“ bezeichnet werden, sind Warmblüter und anderen Friesenpferden im Erscheinungsbild sehr ähnlich. Das „Barock“ im Namen „Barockpinto“ bezieht sich auf ihren barocken Körperbau. Sie besitzen einen für Barockpferde typisch quadratischen Körper und einen edlen Kopf mit kleinen Ohren und wunderschönen großen Augen. Charakteristisch sind zudem der kräftige Hals, eine breite Brust und eine ausgeprägte Bemuskelung an der Hinterhand. Die Farbe der Vierbeiner ist schwarz-weiß und weist eine Overo- oder Tobianoscheckung auf. Neben einem langen Schweif und einer wallenden Mähne ist auch ein üppiger Kötenbehang typisch für Barockpinto-Pferde.

Barockpintos sind wahre Allrounder.

Treue Begleiter für Freizeit- und Sportreiter

Barockpintos überzeugen nicht nur optisch, sie werden auch wegen ihres unkomplizierten Charakters von Reitern sehr geschätzt. Sie zeichnen sich durch ihr freundliches Wesen und ihr ausgeglichenes Temperament aus. Gleichzeitig gelten Pferde dieser Rasse als ausgesprochen leistungsbereit und nervenstark. Diese Eigenschaften machen sie zu wahren Allroundern. Egal, ob zum Fahren oder Voltigieren, zum Freizeit- oder Dressurreiten, Barockpintos können sehr vielseitig eingesetzt werden. Das Friesenblut verleiht den Pferden einen ausdrucksstarken, schwungvollen Gang sowie eine hohe Knieaktion. Dadurch wirken sie sehr anmutig und machen selbst bei den schwierigen Lektionen der Hohen Schule eine gute Figur.

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