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Stark und filigran

Menorquiner sind eine noch recht junge Pferderasse, die erst im Jahr 1989 als eigenständige Rasse anerkannt wurde

 

Rasse: Pura Raza Menorquina (PRM)
Gruppe: Warmblut
Stockmaß: 155 – 165 cm
Lebenserwartung:  bis zu  40 Jahre
Fellfarbe:  Rappen, Schimmel und Füchse sind selten und sogar unerwünscht
Charakter:  mutig, intelligent, temperamentvoll und nervenstark
Gang:  rhythmisch, elegant, beschwingt
Ursprung:  Menorca
Verbreitung:  überwiegend in Menorca, vereinzelt in anderen Teilen Europas
Geeignet für:  Dressur- und Showreiten

Die Showpferde von den Balearen

Sie bleiben im Gedächtnis: Die tiefschwarzen Pferde mit den üppigen Mähnen, die majestätisch auf den Hinterbeinen stehen. Schon seit jeher sind die edlen Pferde in ihrer Heimat, der spanischen Insel Menorca, fester Bestandteil einer jahrhundertealten Tradition. Auf Feierlichkeiten wie den „Fiestas de Menorca“ präsentieren sie die schwierige Lektion der Laufpesade, also das Laufen auf den Hinterbeinen, und werden von begeisterten Zuschauern bejubelt und mit Spannung erwartet. Auch heute werden die beliebten Pferde fast ausschließlich auf ihrer Heimatinsel Menorca gezüchtet. Von den rund 3.500 Tieren weltweit sind die meisten dort zu finden. Seit einigen Jahren jedoch steigt auch in anderen Teilen Europas das Interesse an den feurigen Vierbeinern.

Bei den Menorquinern handelt es sich um eine recht junge Pferderasse, die erst im Jahr 1989 als eigenständige Rasse anerkannt wurde. Wie genau sie sich entwickelt hat, lässt sich allerdings nur schwer nachvollziehen.

Da die spanische Insel in der Vergangenheit jedoch immer wieder von verschiedenen Kulturen besetzt war, die alle ihre eigenen Pferde mit auf die Insel brachten, sind Einflüsse von Arabern, Berbern, englischen Vollblütern sowie Lusitanos sehr naheliegend.

Menorquiner gelten als sehr mutig und intelligent

Wunderschön, stolz und intelligent

Menorquiner-Pferde haben einen wohlgeformten Kopf mit relativ kleinen Ohren und einen kräftigen Hals, der von einer schönen, üppigen Mähne in Szene gesetzt wird. Auffällig sind die schlanken, athletischen Körper und die langen Beine mit ihren kräftigen Gelenken. Sie haben eine außerordentlich starke Hinterhand, mit der sie voller Stolz die Laufpesade präsentieren. Sie gilt daher auch als besondere Spezialität der iberischen Vierbeiner. Gleichzeitig verfügen sie über einen recht filigranen Körperbau, der durch den langen Schweif zusätzlich unterstrichen wird. Charakteristisch ist auch das schwarze Fell der schönen Pferde. Menorquiner werden – wenn auch als Braune geboren – nur als Rappen anerkannt. Wie auch bei den Friesen sind Abzeichen eher unerwünscht und werden nur akzeptiert, wenn sie sehr klein sind.

Zwar sind die Pferde Menorcas für ihr feuriges Temperament bekannt, dennoch erweisen sie sich als äußerst arbeitswillig und nervenstark. Außerdem gelten Menorquiner als sensibel, freundlich und überaus lernfreudig. Diese Eigenschaften machen die athletischen Vierbeiner zu geborenen Show-Pferden. Dabei meistern sie nicht nur die Laufpesade mit einer unvergleichbaren Leichtigkeit. Durch ihre formvollendeten Gänge und ihren barocken Pferdetyp wirken auch Lektionen der klassischen Dressur und der Hohen Schule geradezu anmutig und elegant. Auf der Insel Menorca hat sich über die Jahre eine ganz eigene Reitweise entwickelt, die sogenannte „Doma Menorquina“. Diese verbindet Elemente des englischen und iberischen Reitstils und kombiniert klassische Dressurelemente mit Lektionen der Hohen Schule.


Pferde-Fakten

Schon gewusst? Bei den traditionellen „Fiestas de Menorca“ bewahren die schönen Rappen auch bei einem hohen Besucheraufkommen und hoher Lautstärke stets die Ruhe. Das liegt daran, dass sie früh auf derartige Situationen trainiert wurden. Dabei lehnen sich ihre Reiter beispielsweise während der Ausführung von Reitlektionen gegen die schwarzen Pferde und rascheln beispielsweise mit Dosen voller Steinen.


Menorquiner bei CAVALLUNA

Die leichtfüßigen Pferde haben den Rhythmus im Blut, was sie bei CAVALLUNA gekonnt unter Beweis stellen. In der aktuellen Show „Welt der Fantasie“ präsentiert sich der schöne Menorquiner „Ximplet“ gleich zweimal: Als tierischer Gefährte der Roten Reiterin weist er zusammen mit Mercedes Fernandéz dem Hauptprotagonisten Tahin den Weg – und beeindrucken dabei mit perfekt gerittenen Dressurlektionen. Gefühlvoll wird es bei Pas de Deux von Sebita Fernandéz gemeinsam mit Giulia Giona. Wie zu einer Einheit verschmolzen, präsentieren die beiden eine berührende Kür in der Arena, die das Publikum zum Träumen einlädt.

Die schönen Rappen bei EQUILA

Auch in der Show „EQUILA“ präsentiert sich ein iberischer Rappe und beschert den Zuschauern unvergessliche Momente: Im spektakulären Show-Finale tritt der spanische Reiter Ivan Moreno Ruiz mit seinem Hengst „Xinu“ auf. Mit Stolz präsentieren sie die Laufpesade und bringen damit ein Stück menorquinische Tradition in den SHOWPALAST MÜNCHEN. Der Reiter der Equipe Fernandéz und sein spanisches Pferd trainieren bereits seit vielen Jahren zusammen und vertrauen sich ausnahmslos. Diese starke Verbindung zwischen Mensch und Tier ist eine Grundvoraussetzung für eine so schwierige Lektion wie die Laufpesade und auch für das Publikum ist sie förmlich spürbar.