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Ein nervenstarker und treuer Begleiter

Als nervenstarkes und zuverlässiges, barockes Pferd ist der Lusitano seit Jahrhunderten ein treuer Begleiter für viele Reiter aus allen Bereichen.


Steckbrief Lusitano:

Rasse: Lusitano
Gruppe: Warmblüter
Stockmaß: 155 – 165 cm
Gewicht:  etwa 500 kg
Lebenserwartung:  ca. 30 Jahre
Fellfarbe:  alle Grundfarben, davon Schimmel und Braune am häufigsten vertreten
Charakter:  zuverlässig, nervenstark, gelehrig, menschenbezogen
Gang:  wendig, erhaben, raumgreifend
Ursprung:  Portugal
Verbreitung:  Europa, vor allem Portugal
Geeignet für:  Sport, Freizeit, Dressur, Showreiten, „Hohe Schule“, aber auch Western, Springen, Kutschfahrten

Alt, aber noch lang nicht aus der Mode

Der Lusitano gilt als älteste Pferderasse Europas. In seinem Ursprung ist er mit dem Berber und dem Andalusier verbunden. Im Vergleich zum Andalusier wurden die Tiere jedoch nicht mit hoher Beinaktivität gezüchtet. Das Zuchtbuch für iberische Pferde gibt es seit 1912. Im Jahre 1967 wurden sie dann in „Puro Sangue Lusitano“ und „Pura Raza Española“ aufgeteilt. Heute gibt es etwa 10.000 reinrassige Lusitanos, die ausschließlich in Europa – und dort vornehmlich in Portugal – zu finden sind.

Edel von den Nüstern bis zum Schweif

Lusitano-Stute mit Fohlen auf dem Gestüt von Luis Valença

Lusitanos bestechen durch ihr edles Erscheinungsbild. Typisch für die portugiesische Pferderasse ist ihr kompaktes Exterieur in Verbindung mit einem kurzen Rücken und einer mittellangen Körperpartie. Die sogenannte Ramsnase – also ein nach außen gewölbter Kopf samt Nase – tritt häufig bei dieser Pferderasse auf. Sie haben ausdrucksvolle Augen, einen gut geschwungenen Hals und eine leicht abfallende Kruppe. Aufgrund seiner gut zu sitzenden Rückenpartie und der geringen Beinaktivität sind Lusitanos sehr bequem zu reiten und werden daher auch von Reitern mit Rückenproblemen geschätzt.

Der beste Freund des Reiters

Lusitano „Gorgorito“ auf Ischia

Wegen ihres kompakten und muskulösen Körpers, ihrem Mut und der Wendigkeit, haben sie ideale Voraussetzungen für die Hüte- und Treibarbeit. Heute wird der Lusitano vor allem in der klassischen Dressur und der „Hohen Schule“ geritten. Auch ihre Nervenstärke und Gelehrigkeit machen Lusitanos zu einzigartigen Dressurtalenten. Die Rasse ist sehr menschenbezogen, die Tiere haben eine tiefe Verbindung zu ihren Besitzern – mehr als andere Pferderassen.

Traummaße in allen Kategorien

Mit einem Stockmaß von 155 bis 165 cm ist der Lusitano ein mittelgroßes Pferd barocken Typs. Das durchschnittliche Gewicht liegt bei rund 500 kg. Lusitanos kommen in allen Farben vor, Schimmel und Braune sind jedoch die häufigsten Farbgebungen. Rappen und Falben kommen hingegen am seltensten vor und sind dementsprechend begehrt.


Pferde-Fakten

Schon gewusst, dass der Name Lusitano von Lusitania, dem alten lateinischen Namen von Portugal, kommt?


Lusitanos bei CAVALLUNA

Laury Tisseur ist Trickreiter der Hasta Luego Academy aus dem südfranzösischen Nîmes und präsentiert bei der Europa-Tour „CAVALLUNA- Welt der Fantasie“ eine spektakuläre Ungarische Post. Rasant manövriert er – auf dem Rücken zweier Pferde stehend – vier weitere Hengste vor sich her. Getragen wird er von zwei wunderschönen Cremellos, die wegen ihrer hellen Fellfarbe oft mit Albinos verwechselt werden. Dass es sich bei ihnen jedoch um Lusitanos handelt, erkennt man an den strahlend blauen Augen der zuverlässigen Tiere.

Laury Tisseur mit seinen beiden Lusitano-Hengsten „Al“ und „Capone“

„Capone“ ist nicht nur Laurys absoluter Liebling und sein treuster Begleiter, sondern auch ein wahrer „Musterschüler“. Oft ist der Hengst so entspannt, dass sich auch alle anderen Pferde um ihn herum beruhigen, sollte sich vor ihren Auftritten mal ein bisschen Nervosität breit machen. „Capone“ sorgt aber auch im Training für Ordnung – beispielsweise wenn sein tierischer Freund „Al“ versucht, ihn zu überholen oder er nicht ganz bei der Sache ist. So gelingt es dem tollkühnen Gespann, das Publikum in jeder Show mit atemberaubenden Stunts zu begeistern und unvergessliche Momente zu schenken. Denn wer einmal in den Genuss der Ungarischen Post kommt, wird sie so schnell nicht mehr vergessen.