Beim Casting für die Trickreiter schaffen es nur die besten Akteure in das Reitteam.

Wenn Pferde im gestreckten Galopp in die Arena preschen und ihre Reiter mit perfekter Körperspannung und einem breiten Lachen im Gesicht waghalsige Stunts vollführen, ist es Zeit fürs Trickreiten! Diese reiterliche Disziplin ist außergewöhnlich, denn es geht weniger um Lektionen, die von den Pferden gezeigt werden, als vielmehr um die gewagten und teilweise halsbrecherischen Übungen, die ihre artistischen Reiter präsentieren. Abgeleitet vom klassischen Voltigieren, mit dem viele junge Pferdeliebhaber ihre reiterliche Karriere beginnen, ist es sozusagen die Königsklasse der Voltige. Die Schwierigkeit liegt vor allem darin, dass die Pferde völlig frei im Kreis galoppieren, sprich: auf dem Zirkel gehen. Das Trickreiten erfordert von Mensch und Pferd deshalb ein optimales Gleichgewicht, Vertrauen und viel Sicherheit.

Für die Show eignen sich besonders Pferde, die ein ruhigen und gleichmäßigen Galopp haben.

Bei der Auswahl geeigneter Pferde kommt es vor allem auf einen gut ausbalancierten, groß gesprungenen Galopp an, auf Trittsicherheit und eine gute Kondition. Denn obgleich die Vierbeiner „nur“ im Kreis galoppieren, müssen sie in der Lage sein, die akrobatischen Übungen ihrer Reiter auszugleichen und sich von ihnen nicht verunsichern zu lassen. Zudem müssen sie ein sehr gleichmäßiges Tempo halten können, denn vom Rhythmus hängt das Gelingen der Übungen ab. Als Hilfe werden die Pferde ausgebunden, was ihnen zusätzliche Stabilität und eine Art Stütze gibt. Trickreiter sind darauf angewiesen, verlässliche vierbeinige Partner zu haben, die auch die charakterlichen Voraussetzungen mitbringen, um die riskanten Manöver wie den Handstand am Pferd, diverse Sprünge und Figuren sowie andere hoch anspruchsvolle Lektionen sicher umsetzen zu können.