Wendigkeit und Schnelligkeit zeichnen die Reitweise der Doma Vaquera aus.

Die traditionelle spanische Reitweise ist geprägt von Lebendigkeit und Präzision in einer untrennbaren Einheit von Reiter und Pferd. Die temperamentvolle Doma Vaquera, geritten mit einer ca. 3 Meter langen Holzstange, der „Garrocha“, ist eine der schönsten und faszinierendsten Disziplinen aus Südeuropa.

Ursprünglich wurde diese Reitweise, die viel Wendigkeit, Schnelligkeit und Ausdauer verlangt, von den Hirten genutzt. Mit Hilfe der „Garrocha“ trieben sie zu Pferd ihre Herden zusammen und achteten darauf, dass entlaufene Rinder wieder eingefangen oder von der Herde getrennt werden konnten. Sie entstand im 17. Jahrhundert im südspanischen Andalusien und ist seitdem fester Bestandteil des Zusammenlebens zwischen Mensch und Pferd.

Vor allem das Reiten mit einer Hand fordert viel Geschick des Reiters.

Mit kraftvoller Dynamik und Leichtigkeit verkörpert sie einen idealen Mittelweg zwischen dem Westernreiten als lässiger Arbeitsreitweise und dem klassischen Dressurreiten und verlangt somit von Pferd und Reiter ein unglaublich feines Zusammenspiel. Dabei fordern die einzelnen Lektionen und der ständige Wechsel zwischen hoher Versammlung und dynamischer Schnelligkeit das Pferd immens. Traversalen, Pirouetten und Fliegende Galoppwechsel gehören fest in das Repertoire eines ausgebildeten Doma Vaquera-Pferdes. Eine besondere Herausforderung für die Reiter ist es, einhändig mit der linken Hand und mit der schweren „Garrocha“ in der rechten Hand zu reiten. Dadurch ist es notwendig, das Tier fast ausschließlich über Gewichts- und Schenkelhilfen zu lenken – eine anspruchsvolle Aufgabe, beachtet man das rasante Tempo, in dem sich Pferd und Reiter  bewegen.