(Mini-)Shetlandpony

Sie gehören zwar zu den Kleinsten, sind aber absolut nicht zu unterschätzen. Shetlandponys können das Doppelte ihres eigenen Körpergewichts ziehen. 

Steckbrief Shetlandpony

Rasse:

Shetlandpony

Gruppe:

Pony

Stockmaß:

87 - 107 cm

Exterieur:

kleiner, kräftiger Körperbau, kurze Beine, üppiger Behang, großer Kopf mit breiter Stirn und großen Augen

Fellfarbe:

alle Farben mit Ausnahme von Tigerschecken

Charakter:

freundlich, gutmütig, selbstbewusst, lebendig

Gang:

elastisch und leichtfüßig

Verbreitung:

Europa, USA

Geeignet für:

Arbeits- und Freizeitpferd, Dressur- und Showpferd


Pferde-Fakten

Schon gewusst? Shetlandponys sind im Verhältnis zu ihrer Körpergröße die stärksten Pferde der Welt. Mit ihren kurzen, aber kräftigen Beinen können sie nämlich das Doppelte ihres eigenen Gewichts ziehen. Zum Vergleich: Ein großer Kaltblüter schafft nur etwa die Hälfte seines Körpergewichts.


Sie gehören zu den stärksten Pferden der Welt: Mini-Shetlandponys.

Kleine Kraftpakete aus dem Norden

Sie sind klein, niedlich und dennoch wahnsinnig stark: die Shetlandponys. Wie der Name schon verrät, stammt die Kleinpferderasse von den Shetlands, einer zu Schottland gehörenden Inselgruppe. Bis heute ist über die Herkunft der Rasse nicht viel bekannt. Einige Experten vermuten, dass die Vierbeiner von den keltischen Ureinwohnern Schottlands auf die Inseln gebracht wurden. Andere sind wiederum der Meinung, Tundrapferde wären die Urahnen der Shettys. Vor über 10.000 Jahren waren diese in Skandinavien weit verbreitet und sollen von dort aus auf die Shetland-Inseln gelangt sein.

Die kleinen Vierbeiner aus dem Norden zeichnen sich in erster Linie durch ihre geringe Größe, ihre Kraft und ihre Widerstandsfähigkeit aus, was sie den harten Lebensbedingungen und dem rauen Klima der Region zu verdanken haben. Aufgrund dieser Eigenschaften wurden Shetlandponys im 19. Jahrhundert als reine Arbeitspferde gezüchtet und im Bergbau eingesetzt. Zeitweise hat man versucht, die kleinen Kraftpakete durch Einkreuzung weiterer Rassen noch robuster zu machen. Mit der Gründung des englischen Stutbuchs im Jahr 1890 wurden Shetlandponys aber wieder überwiegend rein gezüchtet.

Die Arbeit mit Mini-Shetlandponys erfordert viel Geduld und Einfühlungsvermögen.

Knuddelige Showstars

Die schottischen Kleinpferde zeichnen sich durch ihr einzigartiges Erscheinungsbild aus: Sie sind von rechteckiger und kompakter Statur und erreichen eine Größe von durchschnittlich 87 bis 107 Zentimeter. Ihre Verwandten, die Mini-Shettys, sind sogar noch kleiner: Ihr Stockmaß liegt unter 87 Zentimeter. Der kräftige Hals der Kleinpferde trägt einen großen Kopf mit einer breiten Stirn und großen, ausdrucksstarken Augen. Während ihr Fell im Sommer kurz, glatt und glänzend ist, wird es im Winter sehr lang und zottelig. Dabei sind die kuscheligen Ponys mit Ausnahme von Tigerschecken in allen Farben vertreten. Typisch für Shettys ist zudem ihre üppige Mähne mit buschigem Stirnschopf und ihr langer Schweif.

Aufgrund ihrer süßen Erscheinung und ihres genügsamen Wesens sind die kleinen Inselbewohner besonders bei Kindern sehr beliebt. Ihnen werden dennoch auch eigensinnige und sture Charakterzüge nachgesagt. Dabei sind Shettys viel umgänglicher, als man denkt. Mit etwas Geduld und dem richtigen Umgang werden aus den kleinen Dickköpfen sehr sanfte und lernfreudige Gefährten. Eine einfühlsame und geduldige Ausbildung lässt die intelligenten und gutmütigen Wesen beeindruckende Lektionen erlernen und ihr Können mit viel Freude unter Beweis stellen. So werden Shettys gern auch als Showpferde eingesetzt, da sie – genau wie ihre großen Artgenossen – in der Lage sind, schwierige Lektionen der Hohen Schule zu erlernen und ihr Publikum damit zu begeistern.

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