Islandpferde

Die von den Islandinseln stammenden Pferde sind sehr robust und verfügen noch über die Gangarten der Urpferde: Tölt und Rennpass. 

Steckbrief Islandpferde

Rasse:

Islandpferd

Gruppe:

Kleinpferde

Stockmaß:

130 – 145 cm

Lebenserwartung:

bis zu 40 Jahre

Fellfarbe:

alle vorkommenden Farbvariationen, Schecken außer Tigerschecken

Charakter:

freundlich, gutmütig, selbstbewusst, lebendig

Gang:

trittsicher, energisch, taktvoll, elastisch

Ursprung:

Island

Verbreitung:

Europa, Nordamerika

Geeignet für:

Showreiten, Freizeit- und Wanderreiten, Turniersport sowie als Arbeits- und Packpferd


Pferde-Fakten

Schon gewusst? Die Isländer gehören zu der ältesten reinrassigen Pferdeart der Welt. Um die Reinzucht auch in Zukunft zu gewährleisten, gilt in Island ein Importverbot – hat ein Pferd die Insel einmal verlassen, darf es nicht wieder zurück.


Islandpferde sind äußerst robust.

Pferde mit Charme und jeder Menge Power

Islandpferde werden in der Regel maximal 1,45 m groß und sind damit kaum größer als Ponys. Aufgrund ihrer geringen Körpergröße werden sie daher auch oftmals Islandponys genannt. Fans der Rasse bestehen jedoch darauf, die niedlichen Vierbeiner als Pferde zu bezeichnen. Denn mit ihren stämmigen und muskulösen Körpern und ihrer enormen Ausdauer leisten Isländer Erstaunliches: Sie können einen erwachsenen Mann beispielsweise problemlos bei hohem Tempo tragen, ohne dabei zu ermüden. Daher werden sie in ihrer Heimat Island seit jeher als Reitpferde für Erwachsene oder auch als Arbeitspferde eingesetzt. Islandpferde sind jedoch nicht nur für ihre außerordentliche Robustheit bekannt, ihre hohe Farbenvielfalt macht sie unter Reitern ebenfalls sehr beliebt. Sie erscheinen als Rappen, Braune, Füchse, Schecken und Schimmel. Bei einigen Tieren ändert sich sogar die Farbe ihres Fells je nach Jahreszeit. Ebenfalls typisch für die Isländer sind ihre üppigen Behänge und ihr dichtes, zottiges Winterfell, was sie zu wahren Überlebenskünstlern im harten isländischen Winter macht. Übrigens können die robusten Tiere bis zu 40 Jahre alt werden – eben wahre Freunde fürs Leben!

Islandpferde sind Meister in der Gangart des Tölt.

Vielseitige Vierbeiner

Islandpferde sind sehr vielfältig einsetzbar. Ihre ausgesprochen genügsame, freundliche Art und ihre hohe Ausdauer machen sie zu beliebten Freizeit- und Trekkingpferden. Dank ihrer hohen Zuverlässigkeit, ihrer Leistungsbereitschaft sowie ihrer schnellen Auffassungsgabe können sie darüber hinaus auch als Sport- und als Showpferde eingesetzt werden. Doch auch ihre hohe Farbenvielfalt machen die Vierbeiner von der „Insel aus Feuer und Eis“ besonders. Auch die Tatsache, dass sie im Gegensatz zu anderen Pferderassen zusätzliche Gangarten – Tölt und Rennpass – beherrschen, macht sie einzigartig. Den meisten anderen Pferderassen wurden diese zwei Gangarten nämlich im Laufe der Zeit weggezüchtet, sie beherrschen „lediglich“ die drei Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp. Hierzulande leben rund 65.000 Tiere – damit gehören Islandpferde zu den beliebtesten Pferderassen in Deutschland.

Fragen & Antworten zu Islandpferden
  • Gehören Islandpferde zu den ältesten Pferderassen?

    Ja, Islandpferde gehören zu den ältesten Pferderassen der Welt. Die von den Islandinseln stammenden Pferde sind sehr robust und verfügen noch über die Gangarten der Urpferde: Tölt und Rennpass. 

  • Welche Gangarten beherrschen Islandpferde?

    Im Gegensatz zu anderen Pferderassen beherrschen Islandpferde die Gangarten – Tölt und Rennpass – und macht sie dadurch einzigartig. 

  • Wie alt können Islandpferde werden?

    Islandpferde können bis zu 40 Jahre alt werden – eben wahre Freunde fürs Leben!

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