Azteke (Azteca)

Die jungen Zuchtpferde aus Mexiko sind sehr trittsicher und bringen ein besondere Gespür für Rinderherden mit. 

Azteke (Azteca)

Rasse:

Azteke (Azteca)

Gruppe:

Kaltblut

Stockmaß:

140 - 155 cm

Exterieur:

mittellanger, edler Kopf mit geradem Profil, breite Stirn und ausdrucksvolle Augen, gut aufgesetzter, mittellanger Hals, breite Brust und gute Gürteltiefe, kurzer und breiter Rücken, harmonischer Körperbau

Fellfarbe:

alle Farben außer Schecken, häufig Braune

Charakter:

freundlich, ruhig, arbeitswillig

Gang:

trittsicher, raumgreifend, schnell

Ursprung:

Mexiko

Verbreitung:

Mexiko, im Rest der Welt noch selten

Geeignet für:

Freizeitreiten, Reitsport, Trickreiten


Pferde-Fakten:

Schon gewusst? Die Rasse „Azteken“ ist nach dem sehr mächtigen Volk der Azteken benannt, das sich etwa zwischen 1320 und 1520 in Mittelamerika, im Tal von Mexiko, niederließ. Zwar wurden die Azteken von den spanischen Eroberern unterworfen, allerdings hat die aztekische Kultur bis heute Einfluss auf die der Mexikaner.


Azteken stammen ursprünglich aus Mexiko

Neue Pferderasse aus Mexiko

Die Pferderasse der Azteken ist eine noch sehr junge Zuchtlinie aus Mexiko, die in den 1970er Jahren begonnen und schließlich als eigenständige Rasse anerkannt wurde. Das Ziel war es, eine leistungsstarke mexikanische Nationalpferderasse zu züchten, die robust und schnell ist und zur Arbeit auf den Haziendas eingesetzt werden kann. Dazu wurden elegante spanische Pferde der Rassen Pura Raza Española und Andalusier mit unkomplizierten, leistungsstarken Quarter Horses gekreuzt. Die erste daraus hervorgegangene Generation wurde dann wiederum mit Pferden aus einer der beiden Rassen gepaart. Zusätzlich wurden auch Stuten der Rasse Criollo eingezüchtet, jedoch darf der Anteil an Criollo-Blut bei einem Azteken maximal ein Viertel betragen. Criollos sind südamerikanische Mischlingspferde, die wohl zu den zähesten und widerstandsfähigsten Pferderassen der Welt gehören und aufgrund ihrer enormen Robustheit zur Azteken-Zucht verwendet wurden. Außerdem bringen Criollos wie auch Quarter Horses einen ausgeprägten "Cow Sense" mit. Das bedeutet, dass sie ein besonderes Gespür für die Rinderherde haben und auch ohne große Hilfen des Reiters ein einzelnes Rind von der Herde separieren können. Diese Eigenschaften machen die Criollos zu idealen Arbeitspferden im südamerikanischen Raum. Seit jeher werden sie für die Rinderarbeit auf den Ranches eingesetzt. Durch den Einfluss gleich zweier Rassen mit "Cow Sense" verfügen auch Azteken über diesen und eignen sich daher ebenfalls perfekt für die Arbeit mit Rinderherden. Allerdings sollte die neue mexikanische Pferderasse nicht nur zur Arbeit eingesetzt werden können. Auch als Sportpferd und für das Freizeitreiten sollte dieses Pferd ein verlässlicher Partner sein. Und das ist den Züchtern allemal gelungen.

Azteken gelten als besonders robust

Schnell, elegant und robust

Azteken sind sehr trittsichere Pferde mit raumgreifenden, schnellen Bewegungen und einem ausgeglichenen Temperament. Sie vereinen die Stärken ganz besonderer Pferderassen in sich: Die Anmut und das Dressurtalent der iberischen Pferde, die Stärke, Wendigkeit und Coolness der Quarter Horses und die absolute Zähheit der ausdauernden Criollos. Das macht den Azteken zu einem zuverlässigen und vielseitigen Reitpferd. Die Pferde dieser Rasse sind sehr arbeitswillig und lassen sich gut führen. Azteken haben einen harmonischen, eher quadratischen Körperbau mit kräftigem Hals, gut bemuskelter Schulter und harten Hufen. Typisch für diese Pferderasse sind außerdem die kleinen Ohren. 
Alles in allem ist der Azteke ein Pferd für viele Einsatzgebiete. Vor allem für Stunt- und Trickreiter wird diese Pferderasse zunehmend interessant. Bisher existiert in Europa allerdings noch keine eigenständige Zucht.

Ähnliche Inhalte