American Miniature Horse

Die oft als süß betitelten American Miniature Horses stehen in ihren Proportionen den "großen" in nichts nach. Vor allem für Kinder eigenen sich die eleganten Minipferde super. 

American Miniature Horse

Rasse:

American Miniature Horse

Gruppe:

Minipferd

Stockmaß:

maximal 86,5 cm

Exterieur:

proportional zum Körper passender kleiner Kopf mit geradem oder konkavem Profil, breite Stirn und ausdrucksstarke Augen, langer und eleganter Hals, schmaler, dennoch gut bemuskelter Körper, geradliniger

Fellfarbe:

alle Farben möglich

Charakter:

aufmerksam, lernfreudig, menschenbezogen

Gang:

elegant, erhaben, elastisch, viel Schulterfreiheit und Kadenz

Ursprung:

Europa, Züchtung in den USA

Verbreitung:

Nordamerika, Europa

Geeignet für:

Therapie, Fahren, Shows, Blindenführung


Pferde-Fakten

Schon gewusst? Das kleinste American Miniature Horse ist nur 44,5 Zentimeter groß! Die Stute mit Namen Thumbelina wurde kleinwüchsig geboren und gilt als kleinstes Pferd der Welt. Ihre Proportionen entsprechen allerdings nicht mehr denen eines Großpferdes.


In einigen Fällen sind die Pferde als Blindenführhunde aktiv.

Ganz besondere Pferde im Miniaturformat

Pferde, die gewöhnliche Proportionen von Großpferden haben – aber winzig sind: Das sind American Miniature Horses. Diese Mini-Pferde haben weder den typischen, gedrungenen Körperbau noch das oftmals etwas eigenwillige Gemüt von Ponys. Im Gegenteil: Durch ihren eleganten Körperbau sehen sie teilweise aus wie Mini-Araber oder Mini-Andalusier. Je nach Zuchtrichtung ähneln sie auch Quarter Horses. Nicht nur wegen ihres besonderen Aussehens und ihrer Größe, sondern auch wegen ihres freundlichen, menschenbezogenen Charakters sind American Miniature Horses sehr beliebt. Sie zeichnen sich vor allem durch ein freundliches, lernwilliges und menschenbezogenes Wesen aus. Während Ponys teilweise stur sein können, sind die Mini-Pferde sehr arbeitswillig und feinfühlig. Dadurch eignen sie sich sehr gut als Einstiegspferde für kleine Kinder. Diese können mit diesen angenehm kleinen Pferdchen vieles über die Kommunikation und Pflege der Tiere lernen. Auch als Therapiepferde werden die Zwerge gerne eingesetzt, denn sie sind äußerst geduldig und nehmen die Stimmungen ihrer menschlichen Begleiter sehr deutlich wahr. In den USA und in der UK gibt es sogar einzelne Fälle, in denen die Mini-Pferde als Blindenführpferde im Einsatz sind.

Früher wurden Miniature Horses an Königshöfen gehalten, wo die Kinder der Herrscher mit den süßen Pferden gespielt haben.

Freunde der Königskinder

Wie der Name schon andeutet, stammen die amerikanischen Miniaturpferde aus den USA. Ihr Ursprung liegt allerdings in Europa. Im 17. Jahrhundert wurden sie dort an Königshöfen gehalten, damit die Königskinder mit ihnen spielen konnten. Durch Kriege und den langsamen Untergang der Monarchien in Europa wurden diese Pferde immer weniger. Die Rasse drohte auszusterben. Doch ein paar Exemplare wurden im 19. Jahrhundert nach Amerika gebracht, um dort in Kohleminen eingesetzt zu werden. Die Amerikaner setzten die Zucht fort. Sie kreuzten Shetland Ponys, Hackney Ponys und Falabellas ein und veredelten die Rasse mit englischen Vollblütern. 1978 wurde die AMHA (American Miniature Horse Association) gegründet, die sich zu einem der größten Zuchtverbände weltweit entwickelte. Seit 1987 ist die Einkreuzung anderer Rassen nicht mehr zulässig. 
Laut der AMHA darf ein American Miniature Horse das Stockmaß von 86,5 Zentimetern / 34 Zoll nicht überschreiten. Gemessen wird am letzten Mähnenhaar des Widerristes. Der Konkurrenzverband AMHR erlaubt in seiner B-Division allerdings auch Pferde mit 96,5 Zentimetern / 38 Zoll.  Trotz dieser winzigen Größe wird sehr viel Wert darauf gelegt, dass die Mini-Ponys eine wohlproportionierte Statur haben. Kopf und Hals sollen in ausgewogenem Verhältnis zum Körper stehen. Neben einem kurzen Rücken ist ein schlanker Körper mit einer gut bemuskelten Brust erwünscht. Der Kopf soll bei einer breiten Stirn gerade bis konkav sein, die Augen und Nüstern groß. Aufgrund dieser Anforderungen ist der Körperbau von American Miniature Horses so feingliedrig, dass man sie nicht reiten kann. Sie tragen je nach eigener Größe maximal um die 30 Kilogramm. Stattdessen eignen sie sich sehr gut als Fahrpferde für spezielle, leichte Kutschen und Sulkys. Auch als Showpferde werden sie gerne eingesetzt. Außerdem gibt es für American Miniature Horses Spring- und Trailturniere – nur eben ohne Reiter. Bei der „AMHA World Show“ in Texas treten die eleganten Pferdchen sogar in nicht weniger als 180 verschiedenen Disziplinen gegeneinander an. 

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