Paul im Reittherapiezentrum Abenteuerland

Reittherapiezentrum Abenteuerland
Geschulte Trainer sind mit viel Herzblut bei der Sache.

In den Sommerferien herrscht im Reittherapiezentrum Abenteuerland eine quirlige Betriebsamkeit: Kinder striegeln Pferde, Hufe werden ausgekratzt und es liegt die gebannte Vorfreude auf die erste Unterrichtsstunde des Tages in der Luft. Die fünfzehn Kinder, die hier emsig putzen, Mähnen flechten und sich liebevoll um ihre vierbeinigen Freunde kümmern, sind beim diesjährigen Abenteuerzeltlager mit dabei. Sechs Tage dürfen sie auf dem Hof bei Aachen verbringen, in denen sie gemeinsam reiten, toben, spielen, lachen, malen und ihren Lieblingspferden und -ponys nah sein können – all das sogar rund um die Uhr, denn das Zeltlager liegt direkt neben einem Offenstall. „Morgens wird man von dem lauten Wiehern geweckt“, erzählt die achtjährige Celine* begeistert. Etwa 30 Therapiepferde unterschiedlichster Rassen leben hier – vom kleinen Shetty bis hin zum großen Kaltblut. Dass es den Vierbeiner an nichts fehlt, darum kümmern sich Trainer und Therapeuten höchstpersönlich. So stellen sie sicher, dass es den sanftmütigen Tieren immer gut geht!

Reittherapiezentrum Abenteuerland
Das Zelten neben dem Offenstall war eines der großen Highlights.

Nachdem alle Vierbeiner geputzt und gesattelt sind, geht es für die buntgemischte Truppe mitsamt den Pferden in die lichtdurchflutete Reithalle. Hier wird außerhalb der Schulferien ca. 250 Schülern unterschiedlichsten Alters mit und ohne Einschränkungen, das Reiten gelehrt. Abseits der Ferien findet auf dem Hof in erster Linie Therapeutisches Reiten statt. Kerstin Keus leitet das Reittherapiezentrum. Mit ihrem Team aus acht Trainern und Therapeuten bieten sie die gesamte Palette des therapeutischen Reitens an: Von der klassischen Reittherapie über Hippotherapie, Reit- und Voltigier-Pädagogik bis hin zum Reiten als Behindertensport. Das Besondere dabei ist neben der wunderschönen Location vor allem die Atmosphäre, die zwischen Trainern und Schülern herrscht. Fast schon familiär begegnet man sich hier „hoch zu Ross“ und schnell wird deutlich, dass das Miteinander auf dem Hof von Warmherzigkeit und Geduld geprägt ist.

Reittherapiezentrum Abenteuerland
Ein Herz und eine Seele – Paul und die Tinkerwallach „Shannon“.

Fünf Schülern einer integrativ arbeitenden Schule haben wir in diesem Jahr die Teilnahme am beliebten Abenteuerzeltlager ermöglicht: Da sie aus Familien kommen, bei denen das Geld knapp ist und die Teilnahme an einem Ferienprogramm daher nicht möglich gewesen wäre, unterstützen wir sie finanziell im Rahmen unseres gemeinnützigen Projektes „CAVALLUNA hilft“.

Reittherapiezentrum Abenteuerland
Gemeinsam geht es zum nahe gelegenen Bach.

Unter ihnen ist auch ist der siebenjährige Paul. Sekundenschnell klettert der lebensfrohe Junge auf den Rücken der genügsamen Tinkerwallach „Shannon“ und dreht begeistert ein paar Runden an der Longe. Dann folgen Übungen aus der Reittherapie: Paul legt sich rücklings auf die Kuppe des Pferdes und streckt die Arme zur Seite aus – das erfordert einiges an Mut und Vertrauen! Seine Trainerin Lena Schwartz achtet stets darauf, dass sich ihre Schützlinge rundum wohlfühlen. Erst dann kann der Schwierigkeitsgrad etwas erhöht werden, wenn die Stute beispielsweise langsam antrabt. Die Begeisterung ist Paul sichtbar ins Gesicht geschrieben und so hören wir kurz darauf ein freudiges „Cool“ durch die Reithalle schallen.

Das Team von CAVALLUNA bedankt sich für die großartige Arbeit des Reittherapiezentrums und wünscht allen Teilnehmern des Ferienprogramms viel Spaß im Abenteuerland!

*Namen wurden von der Redaktion geändert