Die 23-jährige angehende Showreiterin Julia, auch bekannt auf diversen Social Media-Plattformen als Julia_libertyhorses, durfte kürzlich etwas ganz Besonderes erleben: Durch die momentan nicht stattfindenden CAVALLUNA-Shows konnten sie und ihre Pferde als riesige Ausnahme ein Praktikum bei unserem Showreiter Laury absolvieren! Der begabte Franzose, der neben der höchst anspruchsvollen Ungarischen Post auch Trickreiten, Dressur und Freiheit praktiziert, ist ein absolutes Ausnahmetalent und lebt momentan mit seinen Pferden in Deutschland. Eine einzigartige Gelegenheit für Julia, mit ihm zu trainieren und zu arbeiten! Die aus Bayern stammende Reiterin erzählt uns von ihren eigenen Pferden, ihrem Weg zur Freiheitsdressur und was sie bei CAVALLUNA-Reiter Laury schon alles gelernt hat:

 

Zuallererst: Erzähl uns doch einmal von deinen Pferden!
Wally habe ich seit acht Jahren, er ist mein Erfolgspferd und auch mein bester Freund. Mit ihm hatte ich große Turniererfolge erreicht. Mein größter Erfolg war die Teilnahme bei der Weltmeisterschaft Reining der Jungen Reiter.

Nach den Turniererfolgen wollte ich auch mal etwas Anderes machen und so habe ich mit der Freiarbeit und dem Tricktraining begonnen und bin dann zum Film gekommen.

Wally macht beispielsweise ganz tolle Freilaufszenen, bei denen er über hunderte Meter frei zu mir läuft. Ich habe auch meine Liebe zum  freien Reiten entdeckt. Wally  macht auch alle Reiningmannöver komplettt frei ohne Trense und Sattel. Das hat genau genommen auch meine Instagramaccount so richtig ins Rollen gebracht. Denn mit Wally habe ich angefangen, Videos aufzunehmen, wo ich ohne Trense reite und freihändig Stoppe etc.

Sparky habe ich witziger Weise vor ungefähr vier Jahren eher durch Zufall auf einem Jugendcamp kennengelernt. Da war er gerade mal drei Jahre alt und frisch eingeritten. Es war einfach wie Liebe auf den ersten Blick, da er auch meinem Wally so ähnlich sah. Und wer hätte nicht gerne noch einmal so ein tolles Pferd wie den Wally? Sparky war allerdings als Jungpferd doch etwas schwierig und turbolent. Umso schöner ist es jetzt, dass wir so toll zusammengewachsen sind. Er ist mein Reining Nachwuchspferd und auch er hatte bereits seine ersten Filmrollen.

Und wie kam es zu all den süßen Mini-Pferden?
Als ich selber drei Jahre alt war, hat meine Mutter für mich ein kleines Pferdchen gesucht. Die meisten Ponys haben natürlich ihren eigenen Kopf und sind recht stur. Daher hat meine Mutter nach einer Alternative gesucht und ist dabei auf die Minipferde gekommen, die charakterlich mehr an einen Hund erinnern. Vor ungefähr zwanzig Jahren hat meine Mutter dann in Deutschland das Zuchtbuch für die amerikanischen Miniatur-Pferde eröffnet und die ersten Pferde aus den USA importiert und so die Zucht hier gestartet. Mittlerweile züchte ich die Mini-Pferde auch selbst und trainiere sie.

Warum genau hast du dich für die Freiheitsdressur entschieden?
Ich finde es einfach unglaublich toll, wenn ein Pferd einem so sehr vertraut und frei folgt. Es ist ein so schönes Gefühl, weil man die Pferde nicht mit Zwang bei sich halten muss und sie alles freiwillig und von sich aus trainieren möchten. Diese Zusammenarbeit zwischen Menschen und Pferd fasziniert mich sehr und ich liebe es.

Du machst momentan ein Praktikum bei unserem Reiter Laury. Wie genau sieht da der Alltag aus?
Der Tag startet so gegen 8 Uhr in der Früh und die ganzen Pferde werden gefüttert. Danach werden die Pferde gemistet, versorgt und kommen auf den Paddock. Und dann beginnt eigentlich auch schon das Training. Jeder Tag ist tatsächlich etwas unterschiedlich vom Training her. Einmal macht er die Ungarische Post, einmal macht er Freiarbeit. Ich darf dabei immer helfen oder mit seinen Pferden generell arbeiten und mit ihnen Freiarbeit machen. Dann folgt die Mittagspause und dann geht es eigentlich auch schon wieder weiter. Mit meinen Pferden trainieren wir auch und arbeiten an einer neuen Shownummer mit ihnen. An und für sich kann man sagen, dass ich komplett in den Alltag vor Ort eingebunden bin und eine ganze Menge lerne.

Was hast du bereits von Laury lernen können?
Sehr viel auf jeden Fall! In erster Linie die Weiterbildung in Arbeit mit seinen eigenen Pferden. Er ist professioneller Showreiter und das ist einfach nochmal eine ganz andere Welt und er ist sehr erfahren in diesem Showbusiness. Auch in der Freiarbeit habe ich sehr viel von ihm gelernt. Vor allem auch in Bezug auf meine eigenen Pferde. Vorallem bin ich in der  Freiarbeit mit mehreren Pferden zusammen weitergekommen. Es ist unglaublich, wenn man bedenkt, dass wir in kürzester Zeit meine drei Pferde dazu gebracht haben zusammen zu arbeiten. Auch mit meinem kleinen Pony dabei, was eine besondere Herausforderung war, da natürlich ein enormer Größenunterschied vorhanden ist. So habe ich auch gelernt, wie er von Grund auf anfängt mit Pferden zu trainieren. Vorher habe ich mir das meiste immer selbst beigebracht. Ich habe auch seine Showpferde reiten dürfen, was für mich sehr interessant war, da ich selber Westernreiterin bin und es spannend war, wieder einen neuen Reitstil kennenzulernen.

Und wie lange trainiert ihr ungefähr pro Tag?
Das kommt ganz drauf an und ist sehr unterschiedlich. Je nach Pferd ist das sehr individuell, da es auch darauf ankommt, wie schnell das Pferd selbst lernt und versteht. Natürlich hängt es auch davon ab, wie motiviert das Pferd selbst ist. Das kann von Tag zu Tag ganz unterschiedlich sein. Ein Pferd ist in erster Linie ein Lebewesen und so wird es auch während des Trainings behandelt. Die Beziehung zum Pferd ist dabei besonders wichtig und das Pferd soll das Training auch freiwillig mitmachen wollen. Wenn das Pferd mal gar nicht möchte, arbeite ich mit viel positiver Verstärkung und versuche so, das Pferd zu motivieren.

Du hast ja von 14 kleinen Mini-Pferden nur eins zu Laury mitgenommen. Für welches hast du dich entschieden und warum?
Das war Duke, unser Zucht-Hengst. Viele der anderen Pferde sind noch zu jung, trächtig oder können selbst schon einiges. Da hat Duke einfach mit am besten gepasst, auch weil er auch ein Hengst ist. Er ist einfach ein sehr motiviertes Pferd und möchte ganz viel machen. Daher hat er einfach eine Neigung dafür und Lust, etwas Neues zu lernen. Er lernt wirklich schnell und hat einfach Spaß daran, zu gefallen.

Sind die Trainingsmethoden von Laury etwas völlig Neues für dich oder knüpfen sie daran an, was du auch im Training anwendest?
Es knüpft vieles bereits an das an, was ich selbst auch bereits mache. Was wirklich neu ist, ist die Freiarbeit mit mehreren Pferden. Da hatte ich noch keine Erfahrung und das war etwas, was für mich sehr interessant war.

Und was hast du hinsichtlich des Showreitens gelernt?
Ich würde sagen die ganze Herangehensweise. Wie man seine Pferde auf die Show vorbereitet und gewöhnt. Wie die Pferde fit gehalten werden, gerade auch auf der Tour. Kurzum könnte man sagen, ich habe einen Einblick bekommen, wie der Showalltag zu normalen Bedingungen aussehen könnte.

Was schätzt du besonders an der Zusammenarbeit mit Laury?
Er stellt sich unglaublich schnell auf jedes einzelne Pferd ein und hat ein gutes Gefühl für die Pferde und nimmt sich genügend Zeit. Es ist einfach beeindruckend, wie viel Erfahrung er hat und was er selbst auch bei den unterschiedlichen CAVALLUNA-Shows beitragen konnte. Er ist einfach ein super Trainer, der sich sehr gut mit Pferden auskennt. Auf einer menschlichen Ebene schätze ich sehr, wie ehrlich er ist und direkt sagt, was er denkt. So hilft er mir mit einer Meinung ungemein weiter.

Du warst ja bereits in München als Zuschauer bei der letzten CAVALLUNA-Show dabei. Hast du auch davor schon eine CAVALLUNA-Show gesehen?
Na klar! Seit ich ein kleines Kind war, habe ich die verschiedenen Shows besucht und hab Laury auch schon mal live in Aktion sehen dürfen.

Wie ist es dann, mit jemanden zusammen zu arbeiten, den man zuvor in einer Show gesehen hat?
Es ist natürlich toll, auch mal so einen Blick hinter die Kulissen zu bekommen und zu sehen, was da im Hintergrund alles passiert. Es ist einfach spannend und ich habe schon so viel gelernt und kann es gar nicht erwarten, auch in Zukunft weiter daran zu arbeiten.

Vielen Dank für diese spannenden Einblicke, liebe Julia!

 

Besucht Julia doch mal auf ihren Social Media-Kanälen und lernt sie und ihre Pferde näher kennen:

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